K-Punkt und Citypastoral
Die Propsteigemeinde Herz Jesu in Lübeck ist die einzige katholische Innenstadtgemeinde. In unmittelbarer Nähe befindet sich das kath. Marien-Krankenhaus, das Altenpflegeheim Haus Simeon mit angeschlossener Demenzstation, der Caritasverband, der evangelische Dom und die Haupteinkaufsstraße von Lübeck.
Der K-Punkt möchte die Menschen über die Grenzen der Pfarrgemeinden hinaus ansprechen. Gemeinsam ist allen, die an diesem Projekt arbeiten die Vision, die der Erfurter Bischof Wanke formulierte: „Den Menschen in der Stadt Gottesberührung ermöglichen“ und somit im Rhythmus der Stadt ein Biotop des Glaubens anbieten.
Neue Wege der Verkündigung der Botschaft vom Reich Gottes zu suchen, den Menschen mit Gott in einer sich immer stärker verändernden pluralistischen, mobilen und individualisierenden Gesellschaft in Berührung zu bringen, ist Aufgabe der Kirche. Es sind neue Wege nötig, um den Menschen des dritten Jahrtausend anzusprechen. Das heißt auch, dass die Kirche ihre angestammten Plätze und Orte verlassen muss und sich aufmacht zu den Menschen. Eine Form dieses Aufbruches, den man auch mit Neumissionierung bezeichnen kann, ist Citypastoral. Das Evangelium zu verkündigen ist die Aufgabe der Kirche. Die Botschaft blieb über die Jahrtausende unverändert, geändert hat sich die Form. Papst Johannes Paul II beschrieb dies in seinem Rundschreiben „Redemptoris missio“ an die Bischöfe, dass zu den bevorzugten Orten der Evangelisierung die Großstädte gehören, deren Kultur und Kommunikation den Lebensstil und das Lebensgefühl der Menschen beeinflussen. Die Stadt ist geprägt von einem Wandel von einer Industriegesellschaft zu einer Handelsgesellschaft. Die bisher vertrauten Strukturen einer gemeindeorientierten Pastoral setzen vor allem auf ein Beziehungsgefüge innerhalb eines Stadtteils. Die heutige Möglichkeit der Mobilität, der kulturellen Pluralität und die vielfältigen Mittel zeitgemäßer Kommunikation haben den Horizont des modernen Menschen geweitet. Eine bloße ortsbezogene Pastoral kann den modernen Anforderungen allein nicht mehr standhalten. Die Stadt muss neu in den Blick genommen werden. Vorbild kann uns der Apostel Paulus sein, der das Christentum in der Stadt mit deren modernen Möglichkeiten nutzte. Paulus suchte die Öffentlichkeit. Seine Strategie ist eine verschwenderische. Er achtete nicht darauf, ob seine Worte Gehör fanden und wer sie hörte. Er setzte auf die Effizienz der Verschwendung.
Citypastoral heute richtet sich genauso verschwenderisch an alle Menschen in der Stadt. Sie sucht den Dialog mit den Kirchen- und Gemeindefernen, aber auch mit den Passanten. Citypastoral ist kirchliches Handeln im Vorübergehen. Im Unterschied zu der auf Dauer angelegten Pfarrseelsorge sind die Begegnungen eher punktuell und kurz. Citypastoral muss deshalb präzise sein, aber auch verschwenderisch in der Verkündigung. Sie hat Profil und ist doch absichtslos, da sie die Menschen zu nichts zwingen darf. Citypastoral ist ein Angebot; sie lebt von offenen Begegnungen. Die in der Stadt lebenden und die Stadt besuchenden Menschen stehen im Mittelpunkt. Somit möchte die Citypastoral neue Wege zu den Menschen und Wege zur Gottesberührungen eröffnen
Das Projekt startete im November 2005 und wird seitdem weitergeführt. Es ist auch eine Wiedereintrittsstelle für Menschen, die in die Kirche zurückfinden möchten.
Neben dem personellen Angebot eines Gesprächs im Kirchen-Laden gibt es verschiedene Angebote wie zum Beispiel die Reihe „Kontra- Punkt“ (Musik und Text zur Mittagszeit), Glaubenskurse, Veranstaltungen zum Adventskalender und Vorträge.
Kontakt:
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Telefon: 0451- 70987-51
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