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Gottesdienste in der Katholischen Kirche

Die katholische Kirche kennt eine Fülle von Gottesdienstformen.


Am bedeutendsten ist die Heilige Messe, die Feier der Eucharistie. Vergleichbar mit dem evangelischen Abendmahlsgottesdienst feiert die Gemeinschaft der Gläubigen in vielen Pfarreien täglich dankend die Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus in seiner Kirche. Dabei ist der Herr im Sakrament real gegenwärtig. Er ist es selbst, der sich unter den geheimnisvoll gewandelten Elementen von Brot und Wein seinen Gläubigen schenkt.
Bedauernswerterweise gibt es noch immer schmerzliche Risse zwischen den christlichen Konfessionen. Auch ein unterschiedliches Abendmahls- bzw. Eucharistieverständnis gehört dazu.
Daher können nur katholische Christen erlaubt die Hl. Kommunion empfangen. In begründeten Einzelfällen einer geistlichen Notlage kann der Bischof auch anderen Christen zugestehen, an diesem Sakrament teilzunehmen. Selbstverständlich freuen wir uns über Gäste in unseren Gottesdiensten, die mit uns singen, beten und geistlich teilhaben, auch wenn es ihnen nicht erlaubt ist, den Leib und das Blut des Herrn zu empfangen.
Kinder gehen mit ungefähr 9 Jahren in einer großen Feier das erste Mal zur Hl. Kommunion. Sie werden in einem (in der Regel mehrmonatigen) katechetischen Kurs darauf vorbereitet.
Jeder katholische Christ ist verpflichtet, wenigstens sonntags an der Heiligen Messe teilzunehmen und wenigstens einmal im Jahr die Hl. Kommunion zu empfangen (siehe auch Kirchenrecht: CIC can. 1247).

Die Hl. Messe wird von den Christen seit den frühesten Anfängen der Kirche gefeiert. Sie besteht im Wesentlichen aus zwei Abschnitten: einerseits dem WORTGOTTESDIENST, wo gebetet, gesungen und aus den Schriften das Alten und Neuen Testaments gelesen wird. Andererseits aus der eigentlichen EUCHARISTIEFEIER, die in der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi ihr Ziel und ihren Höhepunkt findet. Mit dem Segen Gottes werden die Gläubigen zum Schluss der Hl. Messe in die Welt gesandt, um die frohe Botschaft mit ihrem Leben zu verkünden.
Kranken, Gebrechlichen und Menschen, die aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, zur Hl. Messe zu kommen, kann die Krankenkommunion gebracht werden. In der Regel reicht es dazu aus, dem Pfarrer Bescheid geben zu lassen, dass man die Hl. Kommunion empfangen möchte. Er wird dann selbst oder durch einen Beauftragten dieses ermöglichen.

Besonders in den Marienmonaten Mai und Oktober feiern einige Pfarreien besondere Marienandachten, die der Verehrung der Gottesmutter gewidmet sind und den Blick auf die göttliche Wirklichkeit unseres Herrn Jesus Christus lenken wollen. Das Zentrum dieser Gottesdienste ist der Gesang zu Ehren der Gottesmutter und das Gebet zum Herrn in Form von Liedern und Gebeten. Häufig wird in diesen Andachten der ein sakramentaler Segen gespendet, der den Gläubigen einen besondern Schutz und Trost verheißt.
Die verschiedenen Formen von Andachten
aufzuzählen, die das Jahr über gefeiert werden, würde den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen. Genannt werden sollen aber wenigstens Eucharistische Andachten, die die Anbetung des Herrn unter der Gestalt des gewandelten Brotes im Zentrum haben, und Bußandachten, die der Besinnung und Vorbereitung auf die Beichte dienen.

In zunehmendem Maße feiert die Kirche auch Wortgottesdienste, auch „Wort-Gottes-Feiern“ genannt, mit oder ohne Kommunionausteilung, die häufig von Diakonen oder auch von Laien gestaltet werden. Hier steht das WORT GOTTES im Zentrum, es wird gesungen und gebetet. Falls die Umstände es nahe legen, kann auch die Heilige Kommunion gereicht werden. Der bedeutendste Wortgottesdienst mit Kommunionempfang findet regelmäßig am Karfreitag statt, da an diesem Tag wegen der Besinnung auf den Tod Jesu keine Eucharistiefeiern gibt.

In der Regel werden Gottesdienste in einer Kirche oder einer Kapelle gefeiert. Sie können jedoch auch in profanen (also nicht als Kirchraum geweihten) Räumen oder unter freiem Himmel stattfinden, etwa wenn kein sakraler Raum zur Verfügung steht oder andere Umstände es nahe legen.

Die Gottesdienste einer Pfarrei oder einer Kirche finden sich in der Regel aufgelistet in den jeweiligen Schaukästen, im Pfarrblatt oder auf der Internet-Seite der betreffenden Pfarrei .

Sollten Sie weitere Fragen zu den Gottesdiensten in der katholischen Kirche haben, wenden sie sich gern an Ihren Pfarrer oder einen anderen katholischen Theologen. Dort wird Ihnen sicher weitergeholfen, auch mit geeigneten Literaturhinweisen.